Konfliktkultur

Stacks Image 38767

Streitschlichtung - an der Schillerschule ein seit vielen Jahren etabliertes Instrumentarium, das sich in all den Jahren bewährt hat.

Einsatz
Häufig hatte der Lehrer besonders nach der Pause oftmals die Aufgabe einen Streit zwischen zwei Schülern zu schlichten, da sonst an einen „normalen Unterricht“ nicht zu denken gewesen wäre. Dadurch ging immer wieder kostbare Unterrichtszeit verloren, was sowohl für die nicht betroffenen Schüler als auch für den Lehrer recht unbefriedigend war. Wenn nun also ein Streit stattgefunden hat, an dem zwei Schüler beteiligt waren und nicht etwa einer von beiden völlig unverschuldet in diesen Streit verwickelt wurde, dann ist dies „ein Fall für die Streitschlichter“!
 
Vorgehen

  • Was muss der Lehrer tun?
  • Der Lehrer bietet den Schülern an, in der nächsten großen Pause in den Streitschlichterraum zu den Streitschlichtern zu gehen. Falls die Schüler dies nicht wünschen, aber trotzdem die Situation der Klasse bzw. der Unterricht dadurch gestört wird, kann der Lehrer die Schüler auch gegen ihren Willen zu den Streitschlichtern schicken.
  • Was passiert mit dem Schüler?
  • Die Schüler gehen in der großen Pause in den Streitschlichterraum, wo immer mindestens die beiden „Dienst habenden" Streitschlichter warten. Dort hat jeder der beiden die Möglichkeit den Streit aus seiner Sicht zu schildern. Anschließend schreiben die Schüler auf, was sie bereit sind dafür zu tun, dass der Streit beendet werden kann. Außerdem schreiben sie auf, was sie vom anderen als Wiedergutmachung erwarten. Die Streitschlichter helfen bei der Vermittlung, letztendlich verantwortlich für eine Lösung sind die Beteiligten jedoch selbst. Sie bieten also nur Hilfe an, ohne jemanden zu einer Lösung zu zwingen, sie unterliegen auch einer Schweigepflicht. In heiklen oder besonders schwierigen Fällen stehen ausgebildete Lehrer-Streitschlichter bei oder übernehmen die Schlichtung im Ausnahmefall selbst.
 

Beratungslehrer
Steht Eltern, Lehrern und Schülern für eine freiwillige, vertrauliche und kostenlose Beratung zur Verfügung.

Der Täter-Opfer-Ausgleich oder Tatausgleich ist eine verpflichtende Schulmaßnahme, in der eine Wiedergutmachung eingefordert wird.
 
Einsatz
Im Gegensatz zur Streitschlichtung ist beim TOA lediglich ein Schüler maßgeblich für den "Streit" verantwortlich. D.h. der andere Schüler ist ein reines Opfer oder aber nur unerheblich für den Streit verantwortlich. Der TOA wird von dafür ausgebildeten Lehrern durchgeführt und muss im Vorfeld "angemeldet" werden.
 
Vorgehen

  • Was muss der Lehrer tun?
  • Der Lehrer meldet die beiden Schüler bei den "TOA – Lehrern" an - dafür hängt im Lehrerzimmer ein Plan, welcher die möglichen Zeiten für einen TOA aufzeigt. Die betreffenden Lehrer müssen dann angesprochen werden, um mit ihnen abzuklären, ob an dem gewünschten Termin ein TOA möglich ist. Der Lehrer, welcher die Schüler schickt, berichtet ihnen außerdem in groben Zügen vom Hergang des Streits.
  • Was passiert mit dem Schüler?
  • Die Schüler gehen nun zum vereinbarten Zeitpunkt in den Streitschlichterraum, wo die "TOA – Lehrer" die beiden in Empfang nehmen. Das Opfer hat hier als Erstes die Möglichkeit das Erlebte aus seiner Sichtweise zu berichten, der Täter muss sich dies erst einmal anhören.
  • Zeigt sich der Täter kooperativ, dann muss er mit keinen zusätzlichen Strafen rechnen und er kann sein Verhalten im TOA wieder gut machen. Ist dies jedoch nicht der Fall, dann muss er trotz allem eine Wiedergutmachung leisten, kann jedoch zusätzlich noch mit Strafen des §90 SchG belangt werden.

Die an der Schillerschule unter dem Namen "Insel" bekannte Form der Auszeit ist auch unter den Namen "Arizona - Modell", "Trainingsraum" oder "Ford – Modell" bekannt.
 
Einsatz
Hierbei handelt es sich um eine Auszeit in einem besonderen Raum, die entweder auf eine "Rote Karte" folgt oder aber die Folge eines völlig untragbaren Verhaltens ist.
 
Vorgehen

  • Was muss der Lehrer tun?
  • Der Lehrer stellt dem Schüler die Frage: "Kannst du dich an die vereinbarte Regel halten oder möchtest du lieber auf die Insel?"
  • Falls der Schüler sich für die Insel entscheidet, geht er mit dem vom Lehrer ausgehändigten Fragebogen zur Insel. Ist dies jedoch nicht der Fall, hat er die letzte Chance sich an die Regel zu halten, andernfalls wird er vom Lehrer dorthin geschickt.
  • Was passiert mit dem Schüler?
  • Der Schüler geht zu dem betreuenden "Insel – Lehrer" und füllt dort einen Fragebogen aus, in welchem es um das Verhalten des Schülers im Unterricht und die möglichen Ursachen geht. Der Schüler erarbeitet anschließend mit dem "Insel – Lehrer" gemeinsam einen Rückkehrplan, in dem Vorschläge gemacht werden, wie der Schüler sich in den normalen Schulalltag integrieren könnte. Er schreibt selbst in diesem Rückkehrplan auf, was er für Konsequenzen anbietet, falls ihm das Einhalten des Planes nicht gelingen sollte.
  • Bevor der Lehrer, welcher den Schüler auf "Die Insel" geschickt hat, den Rückkehrplan nicht akzeptiert, kann der Schüler nicht zurück in die Klasse kommen. Möglicherweise fordert der Lehrer den Schüler auch auf, den Rückkehrplan an einigen gezielten Stellen zu überarbeiten.

Der Schulverrag ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.
Er regelt die Zusammenarbeit und das Zusammenleben aller am Schulleben Beteiligten.
Daher wird der Schulvertrag von Schülern, Eltern und Lehrern unterschrieben.

Stacks Image 38783

Schulsozialarbeit

Team Schillerschule

David Benkler Jugendsozialarbeiter (100%)
07731-835023
0152-57966994
benkler@jas-singen.de
Erreichbar: Montag bis Freitag
 
Jana Engelmann Jugendsozialarbeiterin (50%)
07731-835023
0152-57967001
engelmann@jas-singen.de
Erreichbar: Mo, Di, Do, Fr

Jugendsozialarbeit an der Schillerschule

Jugendsozialarbeit an der Schillerschule ist ein Angebot der Stadt Singen und ist mit 1,5 Stellen besetzt.
 
Jugendsozialarbeit bietet SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften Unterstützung in Form von Einzellfallhilfen, sozialer Gruppenarbeit und Projekten. Inhalte können u. a. persönliche Schwierigkeiten, eine problematische Klassensituation oder Themen aus dem Bereich der Vorbeugung sein (z. B. Gewalt, Sucht und Krankheit).

Schillerschule Singen
Miteinander Leben Lernen